Lütticke gibt sein Mandat zurück 07.08.2010
NEURUPPIN - Der Neuruppiner CDU-Mann Klaus-Eberhard Lütticke tritt von seinem Amt als Stadtverordneter zurück. Das hat er gestern bekannt gegeben. „Die Gründe für meinen Verzicht sind ausschließlich gesundheitlicher Natur“, erklärt Klaus-Eberhard Lütticke. Ärzte haben ihm geraten, kürzer zu treten. „Diesem Rat der Ärzte haben ich mich zu beugen, auch wenn es mir schwer fällt.“
Lütticke, Jahrgang 1949, arbeitet als Richter am Landgericht. Seit 2003 saß er für die CDU in der Stadtverordnetenversammlung. Sein erklärtes Ziel war es stets, das Handeln der Stadtverwaltung genauestens zu durchleuchten und immer wieder zu hinterfragen. Mit seiner kritischen, zuweilen auch polemischen Art hat Lütticke Fehler offen angeprangert, ist gelegentlich aber auch übers Ziel hinausgeschossen. Er hat sich für die Gründung der sozialen Stiftung in Neuruppin und für die Fontane-Festspiele starkgemacht. Dass die Neuruppiner seine Arbeit schätzen, hat sich bei der Kommunalwahl 2008 gezeigt. Bei der hatte Lütticke 1465 Stimmen bekommen, mehr als jeder andere Kandidat. „Er hat mit seiner unbestechlichen Art und Weise eine überragende Aufarbeitungsleistung in den letzten Jahren vollbracht“, sagt Sebastian Steineke, der Sprecher der Neuruppiner CDU.
Klaus-Eberhard Lütticke will weiter „eine tragende Rolle in der CDU Neuruppin“ einnehmen, ließ die Partei gestern wissen. Sein Nachfolger als Stadtverordneter könnte der Ortsvorsteher von Gühlen-Glienicke, Michael Peter, werden. Ob er das Mandat annimmt, stehe noch nicht fest, sagte Peter gestern. Er werde seine Entscheidung nach einer Beratung mit der CDU-Fraktion in der kommenden Woche bekannt geben. (gru)
Quelle: www.maerkische-allgemeine.de / Reyk Grunow 07.08.2010