Eine CDU Idee gedeiht - Soziales: Städtische Stiftung wächst langsam

NEURUPPIN - Mit rund 23 000 Euro hat die Soziale Stiftung Neuruppin im vergangenen Jahr soziale und kulturelle Projekte in der Fontanestadt unterstützt. Das sagte Neuruppins frühere Sozialdezernentin Margarete Jungblut (Foto: Peter Geisler) am Dienstag im Sozialausschuss. Margarete Jungblut ist Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung, des Gremiums, das über die Verwendung des Geldes bestimmt.

Wie viel die Stiftung ausgeben kann, hängt vom Stiftungskapital ab. Ende 2011 lagen 1 293 987,19 Euro auf dem Konto der Stiftung. 25 587,19 Euro davon waren im Laufe des Jahres 2011 überwiesen worden. 20 000 Euro hatte die Neuruppiner Wohnungsgesellschaft gegeben, 3000 Euro kamen von den Stadtwerken. Die restlichen knapp 2600 Euro hatten private Unterstützer auf das Konto der gemeinnützigen Stiftung überwiesen. Das Stiftungskapital ist fest angelegt und wird nicht angerührt. Allein die Zinsen, die dieses Geld abwirft, dürfen als Zuschuss für soziale Projekte verwendet werden. Diese Zinsen müssen aber auch jedes Jahr ausgegeben werden, betonte Margarete Jungblut.

Im September 2008 hatten die Neuruppiner Stadtverordneten beschlossen, die Idee ihres CDU-Kollegen Klaus-Eberhard Lütticke aufzugreifen und eine Sozialstiftung ins Leben zu rufen. Auf lange Sicht sollte diese Stiftung einmal all jene freiwilligen Leistungen übernehmen, die Neuruppin bisher für Vorhaben im Sozial-, Kultur-, Jugend- und Sportbereich zahlt. Dass die Stadt dazu auf Dauer nicht mehr in der Lage sein wird, fürchteten die Abgeordneten schon damals.

Damit sie tatsächlich alle Zahlungen übernehmen könnte, bräuchte die Stiftung allerdings wesentlich mehr eigenes Kapital. Rund 12 Millionen wären nötig, damit jedes Jahr genügend Zinsen abfallen.

Förderanträge und die Richtlinien für die Förderung sind unter www.neuruppin.de im Internet zu finden.
Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung / Reyk Grunow 19.01.2012
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